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Die Exporte halten das deutsche Wirtschaftswachstum stark

Von April bis Juni wuchs die deutsche Wirtschaft am stärksten um 0,4 Prozent. Das war weniger als das im ersten Quartal erzielte Wachstum von 0,7 Prozent.
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Das Wachstum wäre stärker ausgefallen, hätte die Industrie jedoch weniger für neue Anlagen und Ausrüstungen ausgegeben – 2,1 Prozent weniger als im Vorquartal.

Umfragen zeigen, dass die Unternehmen hinsichtlich der zukünftigen Nachfrage vorsichtig bleiben.

Der private Konsum legte im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres nochmals um 0,2 Prozent zu.

Angesichts der derzeit niedrigen Inflation, der niedrigen Zinssätze, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der höheren Löhne dürften die Verbraucherausgaben weiterhin eine treibende Kraft für das Wachstum der größten europäischen Volkswirtschaft sein.

Darüber hinaus stiegen die Staatsausgaben, da die Behörden die Unterbringungs- und Integrationskosten für einen Rekordzustrom von Migranten bezahlten.

Wie man den Budgetüberschuss ausgibt

Das solide deutsche Wirtschaftswachstum hat zu einem Rekordüberschuss geführt, der die Regierungsdebatte darüber anheizt, ob das Land seine freien Einnahmen zur Senkung der Steuern oder zur Erhöhung der Ausgaben verwenden soll.

Zwischen Januar und Juni erreichte der Haushaltsüberschuss 18,5 Milliarden Euro – 1,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) – den höchsten Stand seit Beginn der derzeitigen Aufzeichnungen mit der Wiedervereinigung des Landes im Jahr 1990.

Der Internationale Währungsfonds und andere Regierungen der Eurozone haben Berlin aufgefordert, die Investitionen in Bildung und Infrastruktur zu erhöhen, um das anämische Wachstum der Region zu fördern.

“Die Achillesferse der Wirtschaft … bleibt der Mangel an neuen Investitionen”, sagte der Ökonom der ING Bank, Carsten Brzeski. “Um Investitionen in eine alternde Wirtschaft anzukurbeln, ist eine gewisse staatliche Unterstützung erforderlich.”